Berufsberatung auf Augenhöhe

Berufsberatung auf Augenhöhe

In einer ganz anderen Rolle fanden sich die 120 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 am Mittwoch, den 29.05.2019 wieder. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem kürzlich absolvierten Schülerbetriebspraktikum wurden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert, zu der auch Eltern und Betriebe eingeladen waren.

52 verschiedene Berufe aus unterschiedlichen Berufsfeldern galt es vorzustellen. Mittels Plakaten, Power-Point Präsentationen, Modellen und reichlich Anschauungsmaterial  wurden die Arbeitsbedingungen, typische Tätigkeiten, Anforderungen und Voraussetzungen verdeutlicht.

Alle SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8 erhielten an diesem Tag die Möglichkeit, mithilfe eines Erkundungsbogens, sich bei den „ExpertInnen“, im persönlichen Gespräch auf Augenhöhe, über die Sonnen- und Schattenseiten der verschiedenen Berufe zu informieren.

Ein Highlight war zweifellos die Nutzung von VR-Brillen zur virtuellen Betriebserkundung, die unter den SchülerInnen ausgelost wurden. Nicht nur die SchülerInnen waren von dieser Möglichkeit begeistert, auch viele LehrerInnen ließen sich von den 360-Grad-Videos zu verschiedenen Ausbildungsberufen und Arbeitsplätzen begeistern.

Nach Potenzialanalyse und Berufsfelderkundungen beginnt für die SchülerInnen der Klasse 8 der Praxistest. Die Wahl eines Praktikumsberufes will gut überlegt sein, ist es doch die einzige Möglichkeit innerhalb der Schulzeit über einen längeren Zeitraum die betriebliche Wirklichkeit mit den eigenen Voraussetzungen und Erwartungen abzugleichen. Die Ausstellung war somit das Warming Up für das bevorstehende Schülerbetriebspraktikum.

Susanne Schmidt

MINT ist kein Pfefferminz-Bonbon

MINT ist kein Pfefferminz-Bonbon,

sondern die offizielle Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Leider sind für viele talentierte Mädchen die sogenannten MINT-Berufe immer noch eine reine Männerdomaine, obwohl in diesen Bereichen Fachkräftemangel herrscht und die beruflichen Zukunftsaussichten ausgesprochen gut sind.
Um das Berufswahlspektrum von Mädchen zu erweitern, wurde vom Berufskolleg Geldern im Rahmen einer vertieften Berufsorientierung am 3. Februar 2016 bereits zum siebten Mal das Projekt „Mädchen in Technik“ angeboten.
25 Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 9  der Realschule An der Fleuth bewiesen an diesem Tag, dass sie auch in Technik und Naturwissenschaften „ihren Mann stehen können“. Lehrer und Schülerinnen des Berufskollegs brachten den Teilnehmerinnen die Fächer Metalltechnik, Elektrotechnik, KFZ-Technik, Chemie und Holztechnik in Theorie und Praxis näher.
Unter der Leitung von Gunnar Schulte galt es in der Metallwerkstatt unter Einsatz von Bohrer und Körner Schlüsselanhänger herzustellen, die abschließend mit dem eigenen Namen versehen wurden.

 

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In der Elektroabteilung zeigte Norbert Peters den jungen Damen, was man alles beachten muss, um eine Wechselschaltung, wie man sie in jedem Haushalt vorfindet, zu installieren.

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In der KFZ-Werkstatt wartete schon Frank Witt mit diversen Aufgaben rund ums Auto auf die Schülerinnen. Dass Technik nicht gleichbedeutend mit Muskelkraft ist, erfuhren die Teilnehmerinnen bei der praktischen Umsetzung des Hebelgesetzes im Rahmen eines Reifenwechsel.

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Im Chemieraum stellten die Teilnehmerinnen nach einer kurzen theoretischen Einführung durch Jens Hasenbein einen Lipgloss in der persönlichen Lieblingsfarbe und der individuellen Geschmacksrichtung her. Die Wahl zwischen Zitronen- Cocos- oder Papaya-Geschmack, fiel da bisweilen schwer.

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Den Abschluss des Projekttages bildete die Holztechnik. Klaus Verhasselt demonstrierte in der Holzwerkstatt den Einsatz einer CNC-Maschine. Um aus den dort hergestellten Rohlingen unter Einsatz des Brennpeters Frühstücksbretter mit Widmungen für den bevorstehenden Valentinstag herzustellen, mussten die Mädchen ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

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Das durchweg positive Fazit der Teilnehmerinnen hat vielleicht hat Mut gemacht, im Rahmen des anstehenden Schülerbetriebspraktikums in der Zeit vom 18.04. bis 4.05.2016 oder einem freiwilligen Praktikum einen MINT-Beruf kennenzulernen.

Susanne Schmidt