Pimp your Town gestaltet Geldern mit

Beim Kommunalpolitik-Planspiel Pimp your Town schlüpften Schülerinnen und Schüler der Sowi-Kurse aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 der RSAdF in die Rolle von Rats- und Ausschussmitgliedern und stellten und diskutierten Anträge, die in einer Ratssitzung thematisiert wurden. Aber der Reihe nach.

Die Stadt scheute weder Kosten noch Mühen das Planspiel Pimp your Town, das von dem Verein Politik zum Anfassen organisiert wurde, nach Geldern zu holen. Neben unseren Schülerinnen und Schülern waren jeweils eine Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums, des Friedrich-Spee-Gymnasiums sowie der Liebfrauenschule beteiligt. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Sven Kaiser und Alina Schilling von Politik zum Anfassen e.V., trafen sich die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schulen, die fortan eigene Fraktionen darstellten, zu einem Crashkurs in Sachen Kommunalpolitik.

Dort lernten sie, welche Aufgaben die Kommune hat und wofür das Land oder der Bund zuständig ist. Hier wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar, dass Kommunalpolitik nicht alles leisten kann und ihr Grenzen aufgezeigt wird.

Im Anschluss daran waren die Ideen der Jugend gefragt. Auf bunten Pappstreifen wurden Ideen gesammelt, was die Politik in Geldern umsetzen sollte.

Schon nach ein paar Minuten gab es einen gewaltigen Wust von beschrifteten Zetteln, die dann in einer zweiten Runde einer kritischen Überprüfung unterzogen wurde. Nur die besten Ideen überlebten diese Auswahl.

Mithilfe von Tablets wurden dann aus den Ideen konkrete Anträge für die fiktive Ratssitzung.

Währenddessen wurden die Anträge den konkreten Ausschüssen zugeordnet, in denen der weitere Austausch stattfinden sollte.

Dies geschah am zweiten Tag des Projekts, bei dem Gelderner Kommunalpolitiker und -politikerinnen halfen, auf Probleme hinzuweisen und zu verdeutlichen, an was man alles denken muss, wenn Anträge beschlossen werden.

Hier lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man andere Menschen von seinen Ideen überzeugen kann und wie man sich Mehrheiten organisiert. Den Abschluss des Planspiels bildete die Ratssitzung, die von Bürgermeister Sven Kaiser geleitet wurde, in der über die ausgewählten und überarbeiteten Anträge gesprochen und letztendlich abgestimmt wurde.

Zu der Tagesordnung mit den gestellten Anträgen……hier klicken!

Die Nachwuchspolitiker der Realschule An der Fleuth setzten sich in ihren Anträgen dafür ein, mehr Bäume und Blumen in Geldern zu pflanzen, die Hilfsangebote für Obdachlose zu verbessern, frei nutzbare Fitnessgeräte aufzustellen, günstige Zugtickets für Schüler einzurichten, Wände für legale Graffiti zur Verfügung zu stellen sowie Renovierungsarbeiten am Jugendzentrum Check Point vorzunehmen. Neben den eigenen Anträgen unterstützten unsere Schülerinnen und Schüler auch die Anträge anderer Fraktionen, wie z.B. zur Modernisierung und Renovierung von Schulen oder für die sicherere Gestaltung des Radweges beim Rewe-Kreisverkehr.

Nach dieser Ratssitzung liegt der Ball nun wieder im Feld der gewählten Kommunalpolitiker, die in künftigen Sitzungen die Anliegen der Schüler erneut aufnehmen werden. So bleibt es zu hoffen, dass in Zukunft in Geldern junge Ideen umgesetzt werden, die unsere Ratsmitglieder durch das Projekt Pimp your Town bekommen haben. Aber abgesehen davon, wie viele Ideen tatsächlich umgesetzt werden, war dies ein sehr erfolgreiches Projekt, das Lust (auf Politik gemacht hat.

Einen herzlichen Dank geht an dieser Stelle an die Schülerinnen der Liebfrauenschule, die das Projekt über die drei Tage als Medienteam betreut und die Presse informiert haben, ein Zeitungsmagazin sowie ein Youtube-Video erstellt haben.

Weiter Informationen gibt es:
1. Rheinische Post vom 11.11.2019
2. Rheinische Post vom 14.11.2019

D.F.

Gelderner Realschüler besuchen Landtag

Zwei Klassen der Jahrgangsstufe acht der Realschule An der Fleuth aus Geldern haben heute den Düsseldorfer Landtag besucht, um mehr über die Arbeit des Landesparlamentes zu erfahren. Geplant war die Einbettung des Besuches in eine dreitägige Klassenfahrt in die Landeshauptstadt, die dem Rotstift der Landesregierung zum Opfer gefallen ist. Das Thema Schulpolitik und die Neuregelung der Organisation von Klassenfahrten waren auch Gegenstand der Diskussion mit der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Margret Voßeler. Schüler und Lehrer nutzten das Gespräch, um ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. „Klassenfahrten sind immer auch Bildungsfahrten und Teil des pädagogischen Schulprogrammes. Diese müssen auch weiterhin möglich sein“, sagte Voßeler. Neben Sachthemen befragten die Realschüler Voßeler intensiv zu ihrer Arbeit als Abgeordnete: Gab es besondere Erlebnisse? Wollten Sie immer schon Politikerin werden? Wie verläuft Ihr Arbeitstag? Wie viel verdienen Politiker? „Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit jungen Menschen über meine Arbeit und politische Themen zu sprechen. Ich hoffe, dass sie dadurch angeregt werden, sich selbst ein Bild über die politische Landschaft zu machen und aktiv zu werden“, erklärte Voßeler.

Vosseler-2013-18-06-01Foto (privat): Schüler der Realschule an der Fleuth besuchten den Düsseldorfer Landtag und informierten sich bei Margret Voßeler (Mitte vorn) über politische Abläufe und den Beruf einer Landtagsabgeordneten.