Ein Abschied mit Emotionen, Wurzeln und Flügeln

Die Abschlussklassen 2019 – Ein Abschied mit Emotionen, Wurzeln und Flügeln

Am 2. Juli wurden die sechs diesjährigen Abschlussklassen der Realschule An der Fleuth in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums gebührend und in feierlichem Rahmen verabschiedet.

Emotionen

In diesem Jahr spielten bei der Abschlussfeier Emotionen eine große Rolle. Schon ganz zu Beginn hießen die anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer ihren wieder genesenen Schulleiter Wilfried Schönherr mit einem langen, warmen Applaus willkommen. Der ließ es sich nicht nehmen, eine sehr persönliche Abschiedsrede zu halten, in der er seine Verbundenheit mit dem Abschlussjahrgang 2019 betonte, schließlich hatte er gemeinsam mit den jetzt zu verabschiedenden Schülern vor sechs Jahren als Schulleiter in Geldern angefangen. Er dankte Schülern, Eltern und dem Kollegium für die vielfältig entgegengebrachte Unterstützung der vergangenen Wochen und wünschte dem Abschlussjahrgang „neue Freunde, Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und Neugier auf das eigene Leben.“

Überzeugende Zahlen

Schönherr wusste aber nicht nur von Emotionen zu berichten, sondern hatte auch nüchterne, überzeugende Zahlen im Gepäck: Von den 152 SchülerInnen des Abschlussjahrgangs haben ganze 145 (das sind über 95%) die Fachoberschulreife erreicht. Insgesamt 83 SchülerInnen haben gar mit so guten Leistungen abgeschlossen, dass es für den Qualifikationsvermerk reichte, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe befähigt – das sind beinahe 55% des Jahrgangs. Ganze 124 SchülerInnen werden an Berufskollegs wechseln und so weiterhin die Schulbank drücken, lediglich etwa 17% beginnen direkt mit einer Berufsausbildung.

Wurzeln und Flügel

Frau Angerer, die Schulpflegschaftsvorsitzende, ging in ihrem Grußwort an die Abschlussklassen auf Goethes Worte ein, denen zufolge man Wurzeln und Flügel brauche, um im Leben zu bestehen – Wurzeln, um geerdet zu sein und „in stürmischen Zeiten“ fest stehen zu können, aber auch Flügel, um träumen zu können und sich zu Höhenflügen aufschwingen zu können. Sie stellte jedoch auch heraus: „Es liegt an euch. Es reicht nicht aus, Flügel zu haben, man muss sie auch schwingen.“

Gleichermaßen gute Wünsche für die Zukunft nach der Realschule hatte der stellvertretende Bürgermeister Rolf Pennings im Gepäck.

Ein wenig zum Träumen und Nachdenken luden nicht zuletzt die musikalischen Beiträge der Schülerband „Hausalarm“ sowie der Lehrerband „Fleuthentöne“ ein. Als Solist auf seiner Saz überzeugte Denniz Külçür aus der 10c das Publikum, das tosenden Beifall spendete.

Schülerband „Hausalarm“

Eine tolle Schulgemeinde

Die vergangenen sechs Jahre hatten für Schüler, Lehrer und Eltern immer wieder Höhen und Tiefen bereit gehalten. Am Tag des Abschlusses überwog insgesamt der Eindruck, dass man in all der Zeit wie eine große „Schulfamilie“ zusammen gehalten und sich gegenseitig unterstützt hatte.

Einerseits gab es viele schulische Veränderungen (z.B. die Fusion zweier Schulen zu einer Realschule an zwei Standorten mit allen Herausforderungen und Schwierigkeiten, die das mit sich brachte; die Sorge und der Kampf um den Fortbestand der Realschule und vieles mehr). Andererseits gab es auch persönliche Schicksale, die niemanden unberührt gelassen hatten. Ein Schüler des Jahrganges war in Klasse 6 tödlich verunglückt, und es war allen Mitschülern ein Bedürfnis gewesen, ihm auch am Tag des Abschieds von der Realschule gebührend zu gedenken.

(F. Feggeler)