Vom Abenteuer zum Teamwork

Zum Ende ihrer Eingewöhnungszeit an der Realschule – der Erprobungsstufe (bestehend aus den Klassenstufen 5 und 6) – waren die Sechstklässler jüngst einmal anders gefordert. Drei Schultage lang standen bei den Klassenfahrten der 6. Klassen nach Kleve und Kalkar die „klassischen“ schulischen Fähigkeiten wie Biologie und Englisch im Hintergrund – auf die Probe gestellt wurden vor allem der Zusammenhalt und die Teamfähigkeit der Klassen.

In der Jugendherberge Kleve wurden die Klassen durch ein abwechslungsreiches Programm stets vor neue Herausforderungen gestellt: Vertrauensbildende Aktionen wechselten sich ab mit Team-Challenges, bei denen man clever sein, aber vor allem auch die Stärken der Gruppe und ihrer Mitglieder kennen und nutzen musste. Nur durch gute Zusammenarbeit und ein vertrauensvolles Miteinander konnten die Aufgaben bewältigt werden. Schließlich schafften es die Klassen mit Strategie und gutem Teamwork, gemeinsam zwar keine Pferde zu stehlen, dafür aber mehrfach die (Plastik-)Henne „Gisela“ zu entführen. Auch beim gemeinsamen „Brücken bauen“ und vielen anderen Teamspielen gelangten die SchülerInnen bald zum Erfolg. Die interaktive Ipad-Rallye rund um die Jugendherberge gelang durch das Rezept „Zusammenhalt, Kommunikation und gegenseitige Hilfe“. So konnte die Stadt Kleve (und der Rest der Welt) noch einmal vor der Bedrohung durch die bösen Trolle gerettet werden.

Insgesamt zeigten sich die SchülerInnen allesamt als gute Teamplayer, die in den vergangenen (fast) zwei Schuljahren nicht nur Unterrichtsstoff gelernt hatten, sondern auch zu tollen Klassengemeinschaften zusammen gewachsen waren, die einen respektvollen Umgang miteinander pflegten. Darin wurden sie durch die Trainer vor Ort bestätigt – und durch tolle Erfolge in den Challenges. An der Gruppen-Wippe gelang der 6e sogar ein Allzeit-Rekord: Nach einigen Versuchen war sie nach nur 4,38 Sekunden ausbalanciert! Doch auch die ruhigen Momente kamen nicht zu kurz: Beim Grillen oder beim Stockbrot rösten war genug Zeit, über die Erlebnisse des Tages nachzudenken und auch klassenübergreifend ins Gespräch zu kommen – ab der 7. Klasse werden verschiedene Fächer auch im Kursverband unterrichtet.

Für die SchülerInnen war die Klassenfahrt übrigens „handyfrei“ – eine bewusste Regelung, die im Vorfeld getroffen worden war, aber bei einigen für sorgenvolles Stirnrunzeln gesorgt hatte. So mancher Schüler „hätte nicht gedacht, dass es ohne Handy so toll werden kann!“ Einige SchülerInnen stellten (sehr zum freudigen Erstaunen der begleitenden Lehrkräfte) aber auch unter Beweis, dass sie in ihrer bisherigen Zeit an der Realschule schon zu sehr eigenständigen Persönlichkeiten herangewachsen waren. So waren einige Biologiehefter mit auf die Reise gegangen – um sich abends noch einmal kurz auf den bald anstehenden Bio-Test zu besinnen.