Aktion „Frühjahrsputz“ zahlte sich aus!

Im April hatten sich die beiden fünften Klassen an der Aktion „Frühjahrsputz im Kreis Kleve“ beteiligt und im Egmondpark nahe der Schule gründlich aufgeräumt – ein Gewinn für die Umwelt und das Umweltbewusstsein der SchülerInnen. Jetzt zahlte sich die Aktion auch im wahrsten Wortsinn für die Fünfer aus: Gertrud Kannenberg von der Kreis Kleve Abfallwirtschaft GmbH war gekommen, um mit den Kindern über ihre Eindrücke und Erfahrungen ins Gespräch zu kommen – und um jeder Klasse ein Preisgeld von 75 Euro für die Klassenkasse zu überreichen! Da strahlte nicht nur der saubere Egmondpark…

An der diesjährigen Aktion haben im Kreis Kleve nach Auskunft von Frau Kannenberg mehr als 1.600 Menschen teilgenommen. Dabei wurden etwa 75 Kubikmeter Müll gesammelt. Das entspricht ganzen 350 gefüllten Badewannen.

(F. FEGGELER)
Frau Kannenberg mit den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen

Tolle Ergebnisse beim Citylauf

Auch in diesem Jahr nahmen erfreulich viele Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sieben  am Gelderner Citylauf teil, und das mit einem beachtlichen Erfolg. Sieben Mädchen und zehn Jungen stellten sich dem sportlichen Wettkampf,  zwei von ihnen – Nils Cox (Klasse 7c) und Antonya Holthausen (Klasse 6b) – wurden sogar als schnellste Läufer von insgesamt 269 Teilnehmern mit  attraktiven Medaillen geehrt. Sichtlich erfreut und unter starkem Beifall der zahlreichen Zuschauer bestiegen die beiden das Siegerpodest, Nils mit einer Zeit von 7:51 min als Fünftschnellster in der Gesamtwertung über 2.000 Meter und Zweitschnellster in seiner Altersklasse (AK) (m. Jugend U14). Antonya wurde mit einer Zeit von 9:32 min als zweitschnellste Läuferin in ihrer AK (w. Kinder U12) geehrt, das auch über 2.000 Meter.  Joyce Brings (6b)brachte es mit einer Zeit 10:45 min auf einen guten fünften Platz in ihrer AK (w. Kinder U12), und Vanessa Wagner (6b) belegte in einer Zeit 11:02 min den siebten Platz in ihrer AK (w. Kinder U12). Lea Becker (6b) erlief sich mit einer Zeit von 11:04 min den neunten Platz in der AK w. Kinder U12, Daniel Akklobessi (7c)  erreichte mit einer Zeit von 10:46 min ebenfalls den 6. Rang in seiner Altersklasse (m. Jugend U16).  


Begleitet von einigen Elternpaaren begab sich die sportliche Schülergruppe um kurz vor 16 Uhr zur Startlinie, um 16:05 Uhr fiel der Startschuss. Ein wenig eng wurde es auf den ersten Metern nicht nur für Ben Teply (7d), der leider wider Erwarten wegen eines Sturzes nicht zu den schnellsten Läufern gehörte, sondern auch für Have Nguyena (5a), Jonah Zimmermann (5a) und Mirela Cebanu (5a). Wie diese Schüler sorgten auch Maria Stöpp (6b), Jonas Kilders (7b), Roméo Rosendahl (7a), Max Bürgers (7b), Jannik Bongers (7b), Phil Kleuskens  (7e) und Linus Oertel (ebenfalls 7e) dafür, dass die tollen Funktionsshirts, die mit den Geldern des Fördervereins vor einigen Jahren angeschafft worden waren, wieder zum Einsatz kamen.

Der Förderverein übernahm nach Absprache aller Mitglieder miteinander auch das Startgeld für die Schüler. Schon jetzt freuen sich die besonders schnellen Jungen und Mädchen auf die „Stunde der Sieger“, in der sie ein zweites Mal geehrt werden.

Fünfer machen „Frühjahrsputz“ rund um die Realschule

 

Nach dem Motto „Die Blumen kommen, der Müll muss gehen“ beteiligten sich unsere beiden Fünferklassen Anfang April am „Frühjahrsputz im Kreis Kleve“, einer Müllsammelaktion aus den Ortschaften des Kreises Kleve. Mit bunten Handschuhen ausgerüstet suchten und sammelten sie gemeinsam die achtlos weggeworfenen Hinterlassenschaften ihrer Mitmenschen im schulnahen Egmondpark. Viele staunten nicht schlecht über ihre Funde – und zwei Schüler wurden sogar noch zu „Igelrettern“.

Was so alles herumliegt…

… wollten manche SchülerInnen gar nicht glauben. Neben einer Vielzahl von Zigarettenkippen fanden sich auch diverse Verpackungen von Lebensmitteln aus dem Supermarkt, die scheinbar vor Ort verzehrt wurden. „Dabei stehen hier doch Mülleimer!“ entfuhr es einigen spontan.

Auch auf die Schattenseiten von Fast Food oder dem einen oder anderen Imbiss „to go“ wurden Schülerinnen aufmerksam: unglaublich große Mengen an Verpackungsmüll, der sich auch noch ganz in der Nähe des Ententeiches wiederfand und dort wohl einfach weggeworfen worden war.

Und auch „Wertstoffe“, die eigentlich noch zur Wiederverwendung taugen und damit zusätzlich die Umwelt entlasten könnten, zogen die fleißigen SchülerInnen aus den Büschen: Pfandflaschen und Papier (zum Beispiel in Form von Zeitungen). So aber belasteten sie nur die Natur. Obwohl die Grundstimmung der SchülerInnen gut und fröhlich war, verfinsterten sich einige Minen in Anbetracht solcher Funde.

Retter in der Not – und immer wieder Plastiktüten

Zu regelrechten Lebensrettern wurden wohl zwei der Fünftklässler, die in einem Gebüsch einen Igel entdeckten, der sich hoffnungslos in zwei Plastiktüten verfangen hatte. Mit etwas Geduld konnte das verängstigte Tier befreit werden und scheinbar erleichtert wieder seines Weges gehen. Die Plastiktüten wären wohl zu einer tödlichen Falle für das putzige Tier geworden, das im Handumdrehen die Herzen der Umstehenden gewonnen hatte.

Am Ende war die Aktion in mehrerlei Hinsicht ein voller Erfolg: Ganze 5 prall gefüllte Müllsäcke konnten im schulischen Müllcontainer entsorgt werden. Zurück blieben außerdem über 50 Fünftklässler, die noch etwas länger über den täglich anfallenden Müll nachgrübelten – was sich auch in den „Müllgedichten“ widerspiegeln sollte, die bei der Nachbereitung entstanden (eine Kostprobe folgt).

Die Kreis Kleve Abfallwirtschaft GmbH als Ausrichter der Aktion auf Kreisebene unterstützt auch das europaweite Projekt „Let’s clean up Europe“, das es sich zum Ziel gemacht hat, europaweit für Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren.

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Tag der offenen Tür – Rückblick

Sehr hohes Interesse am Erfolgsmodell Realschule

Zahlreiche Eltern aus Geldern und Umland besuchten den „Tag der offenen Tür“ der Realschule An der Fleuth
Die Realschule An der Fleuth hat sich in Geldern und darüber hinaus bei Eltern und Arbeitgebern einen exzellenten Ruf als zuverlässige Institution mit gut auf das Leben vorbereiteten Absolventen erworben. Dementsprechend war das Interesse – trotz zwischenzeitlicher Unklarheit über die genaue Zukunft der Schule – sehr hoch. Etwa 140 SchülerInnen und deren Eltern nutzten den Tag der offenen Tür am vergangenen Freitag, um sich über das Angebot der Realschule und ihren zukünftigen Weg zu informieren.
Erstmals am Westwall

Die Veranstaltung fand erstmalig am innerstädtischen Standort Westwall – dem mittelfristig alleinigen Standort der Realschule – statt. Und Schulleiter Wilfried Schönherr hatte mit seinem Kollegium ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, um die ganze Vielseitigkeit einer gut aufgestellten, „brummenden“ Realschule zu präsentieren. Seinen Informationsvortrag begann Schönherr mit einem eigens produzierten Film, der den Grundschülern „die Welt der Fünfer“ am Standort Fleuth eindrücklich und sympathisch näher brachte.

Profilklassen werden gebildet

Der Schulleiter stellte das in diesem Schuljahr neu eingeführte Differenzierungskonzept vor, demzufolge pro Hauptfach eine Wochenstunde lang drei Fachlehrer für eine Klasse zur Verfügung stehen. Für den kommenden Fünfer-Jahrgang kündigte Schönherr außerdem die Einrichtung von Profilklassen an, denen SchülerInnen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend zugeteilt werden sollen. Nach derzeitigem Planungsstand solle es eine „Forscher-Klasse“, eine „Kreativ-Klasse“ und eine „Sportler-Klasse“ geben.

Bewährtes fortsetzen – Neues angehen

Schönherr unterstrich, dass man an der Realschule viele Erfahrungen gesammelt habe und wisse, was guten Unterricht ausmache. Darin sei man auch durch die umfassende Qualitätsanalyse durch das Land NRW im Jahr 2017/18 bestätigt worden. Dieses wolle man fortsetzen, aber gleichzeitig offen für neue Impulse sein.

Davon konnten sich Kinder und Eltern im zweiten Teil der Veranstaltung überzeugen: Erwachsene konnten ihre Kenntnisse im „Zuschau-Unterricht“ der neunten Klassen noch einmal überprüfen; für die Kinder wurden zahlreiche „Mitmach-Unterrichte“ angeboten; mit einer bunten Auswahl von geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen sowie technischen bis hin zu musisch-künstlerischen Fächern wurde für jeden Geschmack etwas angeboten.

An weiteren Informationspunkten konnten interessierte Eltern sich über Förder- und Differenzierungsangebote, die umfassende Berufswahlorientierung und außerschulische Lernpartner informieren. Die Schülervertretung sorgte in der Schulküche eigenhändig für das leibliche Wohl aller Gäste.

Renovierungsarbeiten

Nach dem aktuellsten Ratsbeschluss soll die Realschule An der Fleuth mittelfristig sehr umfänglich zu einem Gebäude „auf Neubaustandard“ renoviert werden. Erste Baupläne waren einzusehen. Der gerade fertig gestellte neue Technikraum und der Informatikraum gaben schon einen ersten beachtlichen Eindruck davon, was für den Rest des Gebäudes einmal zu erwarten sein wird.

Lebendige Schulgemeinde

Getreu dem Motto „Gemeinsam Wege gehen und Ziele erreichen“ hatte sich die Schulgemeinde zusammengefunden: alle aktiven LehrerInnen, zahlreiche derzeitige und ehemalige SchülerInnen, Elternvertreter, Förderverein, Schulpflegschaft und die Sozialpädagoginnen dokumentierten mit ihrem Erscheinen und Einsatz, dass sie hinter dem „Erfolgsmodell Realschule“ (so die Schulbroschüre) stehen und sich ihr verbunden fühlen. So ergab sich insgesamt ein beeindruckendes Bild von einer lebendigen Schulgemeinschaft, die erwartungsvoll in die Zukunft blickt.

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Aus dem Tagebuch eines Fünftklässlers…

„An zwei Tagen haben wir unsere St. Martinslaterne gebastelt. Wir haben Häuser nach Ideen von einem Künstler James Rizzi auf das Fackelpapier gezeichnet. Er hat Häuser mit Gesichtern gemalt. Einige haben sich auch selbst Häuser ausgedacht. Am 11.11.2018 zieht der St. Martin durch Geldern und ich hoffe, dass viele mitziehen. Wir sind mit unseren Fackeln dabei.“

Japjot, 5b

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Weitere Infos über unsere „5er“ gibt es hier: 5erfleuth

Praktischer Erdkundeunterricht

Praktischer Erdkundeunterricht der Klasse 5d beim Veerter Heimat- und Verschönerungsverein

„Ein Dorf verändert sich“ lautete das Thema des Erdkundeunterrichtes.

Statt unbekannte Dörfer aus dem Erdkundebuch zu besprechen, hatten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5d das große Glück, Zeitzeugen des Veerter Heimat- und Verschönerungsvereins mit authentischen Berichten über das Dorfleben vor vielen Jahren, zu erleben. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter machte sich die Klasse 5d mit ihrer Klassenlehrerin auf den Weg, die Veerter Heimatstube zu besuchen.

Mit viel Hingabe und umfangreichen Recherchen berichteten Franz Kubon und Franz Josef Spolders über die Entwicklung und Veränderung ihres Dorfes. Die Schüler erfuhren unter anderem, dass Veert schon seit 710 Jahren besteht und die heutige Einwohnerzahl aufgrund der vielen Neubaugebiete, zweieinhalbmal so hoch ist wie 1960.

Einkaufsmöglichkeiten, so wie die Schüler sie heute kennen, gab es damals nicht. Man war Selbstversorger. Die Bedeutung der Nachbarschaften und das Vereinsleben hatten einen anderen Stellenwert als heute. Begeistert hörten die Schüler und Schülerinnen den Vortragenden zu und stellten viele Fragen.

Ein weiterer Höhepunkt des Vormittages war der Vortrag des ehemaligen Landwirtes, Franz Allofs. Er berichtete vom Strukturwandel in Landwirtschaft und Gartenbau. Während es 1931 in Veert 55 Bauernhöfe gab, waren es 2005 noch sechs und aktuell sind es nur noch drei Höfe. Weiterhin erfuhren die Schüler wie früher der harte Arbeitstag eines Landwirtes aussah. Franz Allofs erzählt heute noch mit einer so großen Begeisterung über seinen Beruf, dass man auch den Schülern wünscht, später einen Beruf zu finden, den sie mit einer solchen Freude ausüben wie Bauer Allofs es getan hat. Rückblickend auf sein Leben würde er alles genauso wieder tun, mit einer Ausnahme: Er würde Englisch lernen! Auch ein Landwirt sollte Englisch können und legte allen Kindern ans Herz, diese Sprache gut zu lernen.

Es war insgesamt ein sehr informativer Austausch zwischen Jung und Alt. Am Ende waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig: „Was wir an diesem Tag gelernt haben, bleibt haften.“

                                                                                                                               Elke Linssen

St. Martinszug Geldern 2017

St. Martinszug Geldern 2017 – Strahlende Laternen erhellten den Weg

Schülerinnen und Schüler der Realschule An der Fleuth gingen mit gutem Beispiel voran.

Am Samstag, dem 11. November 2017 war es wieder soweit. Um 17.30 startete der diesjährige Martinszug am Adelheid-Haus und endete mit einem Feuerwerk am Mühlenturm.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 zeigten sich auch in diesem Jahr von ihrer kreativen Seite. In liebevoller Arbeit gestalteten die Kinder der Klassen 5a bis 5e unter der Leitung ihrer Kunstlehrerinnen Frau Schaffers, Frau Elixmann und Frau Heymer-Strahl ihre fantasievollen Laternen. Begleitet wurden die Klassen von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern.

Das Motto lautete „Laternen aus alter Zeit“ und überraschte mit ganz außergewöhnlichen und einmaligen Motiven der „Unterwasserwelten“. Die eckigen Laternen erinnerten an die Handlaternen, die früher dazu genutzt wurden, um die Straßenlaternen einzeln anzuzünden. Das weiße Pergamentpapier wurde mit Wassertieren und dem Schriftzug der Realschule gestaltet und leuchtete strahlend durch den Nachthimmel. Im Zug fielen die Laternen durch ihr Licht und ihre andersartige Form auf. Dies wurde auch von der diesjährigen Fachjury des Laternenwettbewerbs gebührend honoriert, in dem sie dem Schüler, Jonas Verführt aus der Klasse 5e den 1. Platz vergaben.

Auch die Schullaterne wurde wieder ehrwürdig durch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 der Religionsklassen in Begleitung ihrer Religionslehrerin und 2. Konrektorin, Frau Cimander getragen. Das Tragen der Laterne ist eine große Ehre für die Schülerinnen und Schüler, denn sie steht für das religiöse Engagement unserer Schule. Außerdem stellt das Tragen eine Herausforderung für die jungen Heranwachsenden dar, denn hier ist Teamgeist gefragt. Für die gesamte Strecke benötigt man mindestens 8 Personen, die die Last immer wieder erneut auf ihren Schultern verteilen. So wächst mit dieser Aufgabe auch das Miteinander der Schülerinnen und Schüler. In diesem Jahr möchten wir uns deshalb herzlich bei Alen H. von der Klasse 9eW, Daniela P., Monika F., Marcus H., Kai D. von der Klasse 10a, Laurenz P., Angelina B., Emma M. von der Klasse 10b und Isabel D. von der Klasse 10 c für ihren Einsatz bedanken.

In diesem Jahr war der St. Martinszug für die Schülerinnen und Schüler der Realschule An der Fleuth aber auch ein besonderes Zeichen der Hoffnung. Die jungen Schülerinnen und Schüler „wollten ein Zeichen setzen, dass wir um unseren Platz an der Fleuth kämpfen“ berichtete unter anderem Lina Großwendt, Schülerin der Jahrgangsstufe 6, die mit einer eigenen gebastelten Laterne gekommen war, um sich dem Zug anzuschließen. Den Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 5 war es im Rahmen des Religionsunterrichtes ein großes Bedürfnis, der Gemeinde Gelderns mitzuteilen, dass sie stolz auf ihre Schule sind. Sie möchten auch etwas aus eigener Kraft unternehmen, um die Schule mit ihren Mitteln zu retten.

Was kann eindrucksvoller sein, als ein positives Zeichen zu setzen, das friedlich, still und leuchtend schön durch den nächtlichen Himmel strahlt? Ein wunderbares Symbol für die Einsatzbereitschaft, die gute Erziehung und Bildung und den großen Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler der Realschule An der Fleuth, einer Schule, in der liebevoller, wertschätzender und gemeinschaftlicher Umgang miteinander Schulalltag ist.

Baumpflanzaktion

Gibt man einem Baum Wasser, Licht und Wärme wächst er schnell und gerade in die Höhe. Mit ein wenig Glück trägt er schon früh die ersten Früchte!
In diesem Sinne pflanzt die Realschule An der Fleuth für jede neue Klasse einen Baum.
Mit Unterstützung des städtischen Bauhofes wurden die Bäume auch in diesem Jahr für die neuen 5. Klassen gepflanzt.          

Ein Tag gegen das Vergessen

Am 28.1.2015 besuchte die Holocaust überlebende Eva Weyl unsere Schule. Im Pfarrsaal der St. Maria Magdalena Kirche hielt sie vor den 10er Klassen einen sehr spannenden und auch erschreckenden Vortrag.

Eva Weyls Wurzeln liegen in Kleve. Von dort aus begann die Flucht vor der Vernichtungsmaschinerie der Nazis. Ihre Familie suchte in den Niederlanden Schutz und fand diesen dort für einige Zeit. Eines Tages bekam die junge Eva Weyl gesagt, das sie aus ihrem schönen Haus ausziehen würden. Eva fragte nicht wirklich warum sie denn umziehen würden und fand den Umzug eher spannend. Ihr Ziel war das Flüchtlingslager Westerbork.

Dieses Lager wurde von der niederländischen Regierung gebaut und geplant. Als die deutschen am 10.5.1940 die Niederlanden überfielen war das Lager im Besitz der Nazis. Diese entschlossen sich später das Lager als Zwischenlager zu nutzen. Westerbork war ein Sammellager von dem aus jede Woche ein Zug Richtung Osten fuhr, in die Vernichtungslager, wie Auschwitz oder Bergen-Belsen. Von den Nazis wurde es offiziell Judendurchgangslager Westerbork genannt.

Im Lager angekommen wurde der Vater von seiner Familie getrennt und arbeitete als Bauer im Lager. Im Lager gab es eine Schule, ein Krankenhaus und ein Waisenhaus. Als die Nazis das Lager als Sammellager der Juden aus den Niederlanden benutzten, wurde Eva`s Vater damit beauftragt in der Verwaltung des Lagers zu arbeiten, da er deutsch und niederländisch sprach. Er war nicht der einzige Insasse der in der Verwaltung des Lagers arbeitete, da das Lager mitlerweile so voll war, dass die Nazis Personalmangel hatten.  Er bearbeitete die Anträge der Gefangenen. Er bestimmte auch mit darüber wer in den Osten fahren musste und wer nicht. Für einige wurde er damit zu einem Helden für andere wiederum wurde er zum Verräter des eigenen Volkes. Da er mit diesem Druck nicht mehr Leben wollte, wollte er freiwillig in den Osten fahren. Ein Barackennachbar konnte ihn jedoch überreden in Westerbork zu bleiben.

Durch diese Veränderung veränderte sich auch das Leben der gesamten Familie. Die Familie zog in eine der ursprünglichen Baracken. Sie hatten dort ihre eigene Toilette, ein eigenes Waschbecken und eine Heizung. Eines Tages flogen britische Bomber Angriffe auf deutsches Gebiet. Da, wegen der Heizung, mitten im Lager ein hoher Schornstein stand schossen die Jäger auf das Lager, dass sie für eine Fabrik hielten. Bei diesem Angriff wurden einige Lagerinsassen getötet, doch für die Weyl´s war dies ein glücklicher Zufall, denn sie standen auf der Liste für den nächsten Zug nach Auschwitz. Diese wurde jedoch wegen dem Chaos des Angriffes zerrissen und somit rettete dieser Angriff der Familie das Leben.

Der 12.4.1945 ist bis heute einer der wichtigsten Tage im Leben von Eva Weyl. An diesem Tag wurde das Lager Westerbork von kanadischen Soldaten befreit und die Familie Weyl hatte den Holocaust überlebt. Ihr Vater machte wieder ein Textilgeschäft auf. Dieses eröffnete er jedoch in den Niederlanden. ,, Er traute den deutschen seiner Generation nicht„. Er schloss Freundschaften mit den älteren der jüngeren Generation, da er bei ihnen sicher sein konnte, das sie keine Nazis waren.

Im Lager Westerbork waren zum Teil über 15000 Juden. Ungefähr 100 mal fuhr ein Zug mit Juden aus dem KZ Westerbork  in das Vernichtungslager Auschwitz. Insgesamt wurden 100000 Juden Abtransportiert und ca. 245 Sinti und Roma. Von ihnen überlebten gerade einmal 5000 diese Vernichtungsmaschinerie.

Eva Weyl sprach am Ende ihres Vortrags die sehr einprägsamen Worte: ,,Ihr könnt nichts dafür, eure Eltern und Großeltern auch nicht, aber ihr dürft dies niemals vergessen, damit so etwas nie wieder passiert!´´

Noah Valentin

 

Schüler der Realschule An der Fleuth spenden an die Gelderner Tafel

Am 30.01.2015 spendete die Klasse 9a der Realschule An der Fleuth 100 Euro an die Gelderner Tafel.

Die Schüler nahmen das Geld beim jährlichen Weihnachtsbasar der Schule ein, der am 13.12.2014 stattfand. Sie veranstalteten ein Schätzspiel und verkauften von ihnen gefertigte Taschen. Den Erlös wollten die Schüler wie im Vorjahr der Gelderner Tafel spenden.

Am 30.01.2015 übergaben der Klassensprecher Louis Erkens und dessen Stellvertreter Luca Pietsch, die in Begleitung der Klassenkameradinnen Hannah Kisters, Julia Hennes, Lorena Acuna Passens und Jonas Klemm und ihres Klassenlehrers Rüdiger Germer waren, den Spendenbetrag.

Alfred Mersch ist der Vorsitzende der Gelderner Tafel. Er bedankte sich herzlich und erklärte den Schülern, dass die Gelderner Tafel nur von Spendengeldern und den Mitgliedsbeiträgen der ehrenamtlichen Mitarbeiter finanziert wird. Sie helfen u.a. Alleinerziehenden, Behinderten und Flüchtlingen. Für die Menschen, die in den angrenzenden Ortschaften wohnen, gibt es ein Ausgabemobil mit Kühlung, welches die Gelderner Tafel im Laufe des letzten Jahres bekommen hat.

RS Fleuth Jan 2015 009