Alte Overhead-Projektoren der Realschule werden nach Rumänien gespendet

Wieso etwas entsorgen, was anderswo noch gebraucht werden könnte? Das dachte sich auch der gemeinnützige Gelderner Verein „Friedensbrücke“, als er davon hörte, dass alte Overhead-Projektoren der Realschule An der Fleuth nicht mehr benötigt würden. Sie kommen jetzt Schülern und Studenten in Rumänien zugute.

Die Realschule An der Fleuth zieht bekanntlich nach den Sommerferien……..

Mehr Infos gibt es in einem Pressebericht der Stadt Geldern vom 24.7.2020:

Hier geht es zum Pressebericht!

Summer School 2020- Ein Projekt startet durch!

Das in der Gelderner Stadtgeschichte einmalige Gemeinschaftsprojekt der Gesamtschule der Stadt Geldern sowie der Realschule An der Fleuth hat die „Feuerprobe“ bestanden und die erste Woche erfolgreich beendet. Hiervon überzeugte sich am Freitag, den 10.07., auch „hoher Besuch“: Von der Gelderner SPD sowie den Grünen machten sich vier Damen und ein Herr selbst vor Ort ein Bild von dem Programm und dem Konzept der „Summer School 2020“.

„Vier Wochen lang haben die Fünft- und Sechstklässler der beiden Schulen jeweils montags, mittwochs und freitags die Gelegenheit, ihre Kenntnisse insbesondere in den Fächern Englisch und Mathematik zu vertiefen“, erläutert T. Rathmer-Naundorf, Schulleiterin der Gesamtschule, den Kerngedanken des Konzeptes. Beeindruckt zeigten sich die Besucher/innen dabei von der Tatsache, dass sich über 25 Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen beider Schulen freiwillig in dem Projekt engagieren, um den Kindern Lerninhalte ohne Noten- und Leistungsdruck zu vermitteln. Das Besondere dabei ist ein zusätzliches „Patenkonzept“, das die stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Dr. B. Hartmann vorstellt: „Bei unserer Summer School unterstützen zusätzlich zu den Lehrkräften Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge die ‚Kleinen‘, wodurch ein anderer Lernzugang und eine individuellere Betreuung geboten werden können.“ Da die Gesamtschule als Schule im Aufbau jedoch noch keine Schüler/innen in höheren Jahrgängen hat, lag der Gedanke nahe, eine mögliche Kooperation mit der Realschule anzusprechen.

 „Schon während, jedoch auch nach der Schulschließung ist uns aufgefallen, dass nicht alle Kinder von den angebotenen Unterrichtsmaterialien so profitieren konnten, wie es wünschenswert wäre“, berichtet W. Schönherr, Schulleiter an der Realschule, von seinen Erfahrungen. „So gab es auch in unserem Kollegium bereits Überlegungen, wie man hier Abhilfe schaffen könne.“ Die Idee eines Gemeinschaftsprojektes mit der Gesamtschule fand dann auch schnell Zuspruch, so dass der stellvertretende Schulleiter der Realschule T. Sowinski als hier federführender Organisator rasch Kolleg/innen fand, die ihre Unterstützung zusagten. Überwältigend ist jedoch insbesondere die Motivation und Einsatzbereitschaft der vorwiegend 9.-Klässler der Realschule, wovon sich auch die Gäste während ihres Rundgangs überzeugen konnten. „Wir bekommen zwar eine kleine Aufwandsentschädigung, aber das ist für die meisten von uns nicht der wichtigste Grund, hier mitzumachen“, erklärt z.B. Gabriel Angenendt den Politiker/innen. „Wir haben so lange frei gehabt,  dass wir uns jetzt freuen, hier etwas Sinnvolles tun zu können und den Jüngeren beim Lernen zu helfen.“ Diese Auffassung steht sicher stellvertretend für den Einsatz der fast 40 Patenschüler/innen, die mindestens zwei, manche sogar drei oder vier Wochen ihrer Ferien „opfern“, um sich in dem Projekt zu engagieren.

Dies alles wäre jedoch ohne die Unterstützung der Fördervereine der beiden Schulen, des RotaryClubs Geldern sowie der Stadt als Schulträger nicht möglich. Deswegen steht die Liedzeile aus einem Song von „Den Ärzten“, welche die Summer School offiziell als Motto verwenden darf, für eine ganze Reihe von Menschen, die in diesem Projekt gemeinsam daran arbeiten, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen:

„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist- es wär‘ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“.

Dass hier viele an einem Strang ziehen und gemeinsam etwas Tolles schaffen- diesen Eindruck nahmen auch die Gäste der SPD und der Grünen mit nach Hause.

Weitere Informationen gibt es in der Berichterstattung der Rheinischen Post vom 20. Juli: Link zur RP

Erfolg für die Sportlerklasse

Auf Einladung des Moerser SC nahm die Sportlerklasse am sogenannten Adler-Cup teil.

Circa 100 Volleyballer und Volleyballerinen der Jahrgänge 2009 und 2010 tummelten sich in der Dreifachsporthalle des Adolfinum in Moers und hatten viel Spaß und Freude an der attraktiven Sportart.

Die Sportlerklasse startete mit 2 Mannschaften, die mit viel Engagement und Ehrgeiz bei der Sache waren und um jeden Punkt kämpften. Doch nicht nur um Punkte ging es den beiden Klassenlehrern Helga Deselaers und Andreas Kneilmann. So wurde besonders Wert darauf gelegt, dass die Mannschaften einen gesunden Teamspirit entwickelten und die Akzeptanz von Fehlern innerhalb einer Mannschaft sehr wichtig ist. Beides klappte im Verlauf des Turniers immer besser, so dass über die mannschaftliche Geschlossenheit ein nicht erwarteter dritter und ein achter Platz von insgesamt 12 teilnehmenden Mannschaften heraussprang.

Besuch auf dem jüdischen Friedhof

Mehr- oder eintägige Fahrten in die Niederlande, nach Frankreich und nach Belgien gehören genauso selbstverständlich zum Unterricht an der „Realschule An der Fleuth“ wie der Besuch von Ausstellungen, Theater- und Kinoaufführungen sowie der Gang zu den Kirchengebäuden und zu den Friedhöfen der beiden christlichen Konfessionen. In der 6. Jahrgangsstufe, in der das Thema „Das Judentum“ auf dem Lehrplan steht, nehmen die Religionslehrerinnen gern die Möglichkeit wahr, den Gebetsraum in Issum zu besuchen oder einen Gang über den jüdischen Friedhof am Boeckelter Weg zu machen.

So begab sich Anfang Februar dieses Jahres eine 21-köpfige Schülergruppe in Begleitung ihrer Religionslehrerin Hildegard van Hüüt zu dem Friedhof, auf dem sich noch ca. 100 Gräber verstorbener Juden aus Geldern und Umgebung befinden. Ungeordnet herumstehende Grabmäler, auf denen die Namen und die Geburtsdaten der Verstorbenen eingemeißelt sind, sind die Relikte, die von den Grabstätten übriggeblieben sind. Dem einen oder anderen Verstorbenen waren nette Abschiedsworte, wie man sie auch auf christlichen Grabmälern vorfindet, gewidmet. Aufmerksam lasen sich die Schülerinnen und Schüler diese Widmungen durch und brachten Menschen, an die mit den Worten „Hier ruht unsere geliebte und unvergessene Mutter“ erinnert wird, die Wertschätzung entgegen, die den Verstorbenen gebührt. Statt des christlichen Kreuzes bot sich den Schülern auf manch einem Grab der Davidsstern dar. Besonders interessiert nahmen die Schülerinnen und Schüler die Steine, die die jüdischen Angehörigen bei ihren letzten Besuchen als stiller Gruß auf den Grabmälern abgelegt hatten, wahr.  Dieser Brauch könnte –  älteren Forschungen zufolge – auf die Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israels zurückgehen, in der die Gräber mit Steinen zugelegt und auf diese Weise für viele Jahre erkennbar blieben.

Der Friedhof erscheint insgesamt als ein recht verwaister Ort, er wird aber sehr ordentlich von der Stadt geführt und gepflegt. So war er jahreszeitgemäß von Hunderten von hübschen lilafarbenen Krokussen übersät.

Das Tor zum Friedhof ist zwar immer abgeschlossen, Bürger, die den Friedhof besuchen wollen, können sich den Schlüssel allerdings bei der Friedhofsverwaltung der Stadt Geldern abholen.

Schüler gedenken ermordeter Juden des Nationalsozialismus

Eine Schülergruppe von rund 60 Schülern der Realschule An der Fleuth (Standort Westwall) begab sich am 30.01.2020 auf einen Rundgang in Geldern anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz. Der Rundgang war selbstständig von den Schülern vorbereitet worden. Sie besuchten Stolpersteine, welche in der ganzen Stadt verteilt sind, um sich einen Eindruck davon verschaffen zu können, wo sich die Wohnorte der letzten in Geldern lebenden Juden befanden. Außerdem besuchten sie den Standort der Synagoge, welche 1938 in der Reichspogromnacht von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde.

Warum sollen wir uns erinnern?

Die Schüler der Realschule An der Fleuth (Standort Westwall) fertigten bei Ihren Recherchen eine Pinnwand zum Thema „Warum sollen wir uns erinnern?“ an. Dies machten sie, damit der Tag des Holocaust nicht vergessen wird. Viele waren sich einig, dass Erinnerung wichtig ist, „damit so etwas nicht wieder passiert“ und gleichzeitig um „die zu ehren und würdigen, die ihr Leben lassen mussten“.

Geschrieben von: Luca Grüter, Lennard Hetjens& Kevin Schneider, Jahrgangsstufe 10